„Google-Konto“ für Deutsche realistischer

ERM
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08. Mai 2018
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Redaktion RISIKO MANAGER

Vier von zehn Deutschen können sich vorstellen, ihre Bankgeschäfte auf Konten von Technologiekonzernen wie Google, Apple oder Amazon zu erledigen. Das ergab eine Umfrage des IT-Verbandes Bitkom unter 1.000 Bundesbürgern.

Ebenfalls 40 Prozent sehen Zahlungsdienstleister wie Paypal oder Payback potenziell als ihre künftige Bank. "Damit verschärft sich der Wettbewerb im Finanzwesen. Und viele Kunden stehen dem sehr offen gegenüber", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg bei der Vorlage der Ergebnisse. Die Bedeutung der Bankmarken für das Vertrauen nehme ab, vor allem bei jungen Leuten.

Noch können sich die etablierten Banken aber auf die Treue ihrer Kunden verlassen. Zwei Drittel sind immer noch bei dem Geldhaus, wo sie ihr erstes Girokonto eröffnet haben. Dabei gehört Online-Banking mittlerweile für die Mehrheit dazu. Zwei von drei Kontoinhabern erledigen Bankdienstleistungen im Netz, wie zum Beispiel Überweisungen oder das Überprüfen des Kontostandes. Allerdings haben sich bisher nur 11 Prozent online über ihre Finanzen beraten lassen.

Mit dem Smartphone schauen mittlerweile 30 Prozent von unterwegs auf ihren Kontostand - bei stark steigender Tendenz. Der Bitkom hält den Zugang für sicherer als zum Beispiel über den heimischen PC. Misstrauisch sind die Deutschen noch gegenüber den neuen Sprachassistenten wie Alexa von Amazon. In der Umfrage gaben 61 Prozent an, den Dienst nicht für Bankgeschäfte nutzen zu wollen. (DJN) 

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