Hacker knacken Krypto-Börse Bithumb

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20. Juni 2018
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Von Mike Murphy

In Südkorea ist eine weitere Handelsplattform für Kryptowährungen Opfer eines Hackerangriffs geworden. Bithumb meldete, dass es Eindringlingen gelungen sei, für rund 30 Mio. US-Dollar virtuelles Geld in ihren Besitz zu bringen. Alle Ein- und Auszahldienste seien ausgesetzt worden, die Börse habe alle Krypto-Vermögenswerte auf eine sichere, "kalte Brieftasche" übertragen. Bithumb versprach, alle Verluste seiner Kunden zu decken. Der Marktplatz für Kryptowährungen ist einer der größten seiner Art in Asien. Laut CoinMarketCap.com kommt er auf Vermögenswerte im Volumen von fast 360 Mio. US-Dollar.

Nach Bekanntwerden der Nachricht rief der Erschaffer der Kryptowährung Litecoin, Charlie Lee, Krypto-Nutzer dazu auf "clever" zu sein und keine Coins auf sogenannten Börsen zu deponieren. In der vergangenen Woche war bereits Coinrail, ein weiterer südkoreanischer Krypto-Marktplatz, Ziel eines Hackerangriffs geworden. Dabei betrug der Schaden wahrscheinlich mehr als 40 Mio. US-Dollar. Die Nachricht hatte den Preis von Kunstwährungen unmittelbar um mehr als 10 Prozent gedrückt, darunter auch die bekannteste Währung Bitcoin. Am Mittwoch notierte der Bitcoin etwa 1,5 Prozent schwächer, Ethereum fiel in gleicher Weise, während Bitcoin Cash und Litecoin mehr als 2 Prozent einbüßten.

Zu Beginn des Jahres war Nordkorea mit den Hackerangriffen auf südkoreanische Krypto-Börsen in Verbindung gebracht worden. In einem früheren Medienbericht hieß es, nordkoreanische Hacker hätten im Sommer vergangenen Jahres vier südkoreanische Börsen attackiert. (DJN) 

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